Muss das ganze Team geschult werden, oder reicht eine Person?

Beides hat seinen Platz, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Am Anfang trägt ein kleiner Kreis die Erprobung. Damit KI im Alltag wirklich ankommt, brauchen später alle Mitarbeitenden die Grundlagen. Der Unterschied liegt zwischen Aufbauen und Anwenden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Anfang genügt oft ein kleiner Kreis, der Anwendungen aufbaut und testet.
  • Damit KI im Alltag ankommt, sollten später alle Mitarbeitenden die Grundlagen verstehen.
  • Grundlagen heißt: was das System darf, wo seine Grenzen liegen und wann ein Mensch prüfen muss.
  • Kanzleistrategen bietet Schulungen für beide Ebenen, das Aufbau-Team und das Gesamtteam.

Die Frage klingt nach einem Entweder-oder, ist aber ein Nacheinander. Wer zu früh das ganze Team schult, verpufft Aufmerksamkeit auf Werkzeuge, die noch gar nicht im Einsatz sind. Wer dauerhaft nur eine Person schult, macht die Kanzlei von ihr abhängig und lässt das Potenzial ungenutzt. Die Lösung liegt in zwei klar getrennten Rollen.

Zwei Rollen, nicht eine Frage

Beim Thema Schulung geht es um zwei sehr verschiedene Aufgaben. Die eine ist, KI-Anwendungen aufzubauen, auszuwählen und einzurichten. Die andere ist, sie im Alltag sicher zu benutzen. Für die erste reicht anfangs ein kleiner Kreis. Die zweite betrifft am Ende alle. Wer das trennt, schult zur richtigen Zeit die richtigen Menschen.

Die Aufbau-Gruppe: klein, neugierig, verantwortlich

In der Startphase genügt eine kleine Gruppe, oft zwei bis drei Personen mit Interesse an dem Thema und Rückhalt der Kanzleileitung. Sie erprobt Anwendungen, sammelt Erfahrungen und entscheidet mit, was sich bewährt. Diese Gruppe braucht tieferes Wissen: über die Werkzeuge, über den datenschutzkonformen Umgang und über die Frage, welche Aufgaben sich überhaupt sinnvoll unterstützen lassen. Sie ist eng mit der schrittweisen Einführung verbunden.

Das Gesamtteam: Grundlagen für alle

Sobald eine Anwendung in den Alltag geht, wird die Breite wichtig. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter, der mit dem System arbeitet, sollte die Grundlagen sicher beherrschen. Das ist keine Kür, sondern auch eine Erwartung des Regelwerks: Der EU AI Act setzt voraus, dass die Menschen, die KI bedienen, über ausreichende Kompetenz verfügen. Grundlagen bedeuten nicht, dass alle zu Fachleuten werden, sondern dass niemand blind vertraut.

Was in eine gute Grundlagenschulung gehört

  • Was das System darf: welche Aufgaben es übernimmt und welche Daten dafür erlaubt sind.
  • Wo seine Grenzen liegen: dass Ergebnisse Fehler enthalten können und nicht ungeprüft übernommen werden.
  • Wann ein Mensch prüfen muss: an welchen Stellen eine fachliche Kontrolle zwingend bleibt, bevor etwas zum Mandanten geht.
  • Wie man gute Eingaben formuliert: damit die Ergebnisse brauchbar sind und Zeit sparen statt zu kosten.

Warum Schulung kein Einmaltermin ist

Werkzeuge verändern sich, neue Anwendungen kommen hinzu, das Team lernt dazu. Eine einmalige Schulung veraltet schnell. Sinnvoller ist ein kleiner, wiederkehrender Rhythmus: eine solide Grundlagenschulung zu Beginn, dann kurze Auffrischungen, wenn sich etwas ändert. So bleibt das Wissen aktuell und die Kanzlei unabhängig von einzelnen Personen. Kanzleistrategen gestaltet beide Ebenen passgenau, von der Aufbau-Begleitung bis zur Grundlagenschulung fürs Gesamtteam.

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